Benutzerspezifische Werkzeuge
Treffen

Mittwoch 20:00 Uhr

im Netzladen

Breitestr. 76

Anmelden


Passwort vergessen?
 

Anarchisten vor Gericht - drei Jahre nach Genua

Drei Jahre nach den Protesten gegen das G8-Treffen in Genua stehen dreizehn Aktivisten wegen "Verschwörung" vor Gericht - die Opposition protestiert geschlossen.

Aus Telepolis, von Harald Neuber 29.11.2004 Am Donnerstag dieser Woche sollen die Mitglieder der Disobbedienti (die Ungehorsamen) im süditalienischen Cosenza vor Gericht gestellt werden. Anlass für das Verfahren ist ihre Teilnahme an den Protesten gegen den G8-Gipfel im Juli 2001. Ein gewaltsames Vorgehen lehnen die Disobbedienti ab. "Militante Taktiken zu ergreifen, wäre wahnsinnig", Casarini im Gespräch mit der britischen Tageszeitung Independent: "Das käme einem politischen Selbstmord gleich, weil wir wohl binnen drei Monaten zerschlagen wären." Der anarchistischen Gruppe gehe es mit ihren Aktionen vielmehr um Provokation. Mit den Plünderungen wollen sie gegen Supermarktketten protestieren, "nachdem diese ihre Preise teilweise um 50 Prozent angehoben haben", sagt Casarini. Mit den Aktionen sieht sich die Gruppe als Verteidiger der "Precari", der Armen. Seit den Protesten von Genua vor drei Jahren trägt das radikale Vorgehen von Justiz und Polizei gegen globalisierungskritische Gruppen politische Implikationen. "Die damaligen Proteste waren für den Staat der Auftakt zu einer Prozesswelle gegen Globalisierungskritiker", sagte Casarini am Montag im Gespräch mit Telepolis. Rund 7.000 politische Verfahren seien seither von der italienischen Staatsanwaltschaft gegen Aktivisten aus verschiedenen politischen Bereichen angestrengt worden. Casarini bezeichnet dieses Vorgehen als eine "Kriminalisierungskampagne, wie es sie in der Geschichte Italiens nach dem Ende des faschistischen Regimes nicht gegeben hat". Den ganzen Artikel in Telepolis lesen.
Artikelaktionen