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Ölfelder in Bolivien besetzt

Ungefähr 4000 Guaraní haben seit Ende April Ölfelder transnationaler Unternehmen in Camiri, Prov. Tarija, Bolivien besetzt.

Ungefähr 4000 Guaraní haben seit Tagen Ölfelder transnationaler Unternehmen in der Ortschaft Camiri, Prov. Tarija, Bolivien besetzt.

Die Guaranis, die die Förderfelder und die jeweiligen Camps der Unternehmen REPSOL, MAXUS und PLUSPETROL besetzt halten, fordern unter anderem die Wiedererlangung der Kohlenwasserstoffe und deren Verwendung zum Wohl der indigenen Völker und der verarmten Klassen des Landes. Die aufständischen Indigenen betonten, daß sie ab Montag die Ventile für die Gaszufuhr nach Brasilien und Argentinien schließen würden, wenn ihre Forderungen keine Beachtung fänden. Diese Aktion könnte zum Einschreiten der Armee führen und ein Massaker oder eine Konfrontation hervorrufen.

Andererseits werden ab 1. Mai größere Mobilisierungen und Straßenblockaden, die von verschiedenen Bewegungen (hauptsächlich der Arbeitergewerkschaft COB und der Bauerngewerkschaft CSUTCB) angekündigt wurden, stattfinden.

Alles deutet darauf hin, daß sich das bolivianische Volk auf einen neuen Aufstand gegen die Veräußerung seiner widerrechtlich angemaßten und geraubten Ressourcen durch transnationale Unternehmen vorbereitet.

von: Comité de Indiferencia activa, 29. 4. 2004, 17:21
http://bolivia.indymedia.org/es/2004/04/8669.shtml

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