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Alleinerziehende im Nachteil

Alleinerziehende haben es sehr schwer, aus dem Hartz-IV-Bezug herauszukommen.

Der Arbeitsmarkt Bildung / Kultur/Sozialwesen meldet anhand von aktuellen Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, dass Alleinerziehende nur mit Mühe den Absprung aus dem Bezug von Arbeitslosengeld II schaffen. Während Arbeitnehmer, die in einer kinderlosen Partnerschaft leben, viel, schneller eine neue Anstellung finden, bleiben Alleinerziehende am längsten von der staatlichen Unterstützung abhängig. Einer der Gründe für die längere Dauer der Arbeitslosigkeit sei, dass sich alleinerziehende Mütter oder Väter unbestimmte Zeit von der Arbeitssuche freistellen lassen können, wenn es keine Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder gebe, erläuterte Helmut Rudolph von der Bundesagentur.

Zugrunde gelegt wurden Arbeitslosendaten von Januar 2005 bis Juni 2006. Mehr als zwei Drittel der Alleinerziehenden bezogen den Angaben nach ein Jahr lang durchgehend die Leistungen der Grundsicherung. Dagegen waren unter Arbeitnehmern, die ohne Kinder in einer festen Partnerschaft leben, nur knapp die Hälfte zwölf Monate lang ununterbrochen von der staatlichen Leistung abhängig.

 

Quelle Arbeitsmarkt Bildung / Kultur/Sozialwesen 48-2006

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