Krank ins Büro
Die Deutschen gehen auch dann zur Arbeit, wenn ihre Gesundheit streikt.
Düsseldorf (ots) - Nach einer Umfrage des europäischen Online-Stellenmarktes StepStone, an der sich in Deutschland 10.788 Besucher beteiligten, gaben nur neun Prozent der Befragten
an, sich im Krankheitsfall auszukurieren. 41 Prozent der Teilnehmer sagten, unabhängig von der Schwere der Krankheit zu arbeiten - davon 14 Prozent aus Sorge um ihren Arbeitsplatz. Weitere 50 Prozent erklärten wegen kleinerer Beschwerden nicht zu Hause zu bleiben.
"Die Ergebnisse decken sich mit der Tatsache, dass die Anzahl der durchschnittlichen Krankheitstage im letzten Jahr von 7,2 auf 6,8 Tage gesunken ist. Klar ist: In der heutigen Leistungsgesellschaft ist eine Erkältung nicht mehr unbedingt ein Grund zu Hause zu
bleiben. Letztlich liegt die Entscheidung, wann man besser das Bett hütet, aber im persönlichen Ermessen des Betroffenen", so Frank Hensgens, Vorstand der StepStone Deutschland AG.
Im internationalen Vergleich achten vor allem die Skandinavier verstärkt auf ihre Gesundheit. So kurieren sich 17 Prozent der Schweden und Dänen im Krankheitsfall aus. Nur 14 Prozent der Dänen gehen in jedem Fall arbeiten, für weitere 69 Prozent ist die
Entscheidung von den Beschwerden abhängig. Interessant auch die Zahlen aus Italien: Mehr als die Hälfte der Italiener (54 Prozent) gehen in jedem Fall arbeiten - davon 46 Prozent, weil sie sich so stark mit ihrer Arbeit identifizieren.
An der Umfrage von StepStone in Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Italien, Belgien, den Niederlanden und Frankreich beteiligten sich insgesamt 25.092 Menschen.

