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Die Agentur für Arbeit stellt fest: Auch die Herkunft entscheidet über die Chancen am Arbeitsmarkt

   Nürnberg (ots) - Wie kann man Menschen mit Migrationshintergrund in Arbeit bringen? Dazu veranstaltet die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 3. Juli 2007 eine Fachtagung in Lauf. Thema: Qualifizierung und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

    Einen Tag lang diskutieren Experten zusammen mit dem Vorstand für Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, welche Lösungsansätze es gibt, um arbeitslose Ausländer wieder in Beschäftigung zu bringen.

 Ausländer sind deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Deutsche. Die Arbeitslosenquote von Ausländern war 2005 mit 20 Prozent fast doppelt so hoch wie die der Deutschen (11 Prozent). Ein Blick auf die Qualifikationsstruktur der Arbeitslosen mit

Migrationshintergrund zeigt, dass deren überproportionale Betroffenheit von Arbeitslosigkeit u.a. strukturelle Ursachen hat. So hatten 2005 76 Prozent der arbeitslosen Ausländer und 62 Prozent der Spätaussiedler keine abgeschlossene Berufsausbildung im Vergleich zu nur 33 Prozent bei den anderen Arbeitslosen.

 Die Ausbildungsbeteiligung junger Migranten im dualen System der Berufsausbildung ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Gemessen an der Ausbildungsbeteiligung von 1994 ist die Ausbildungsquote ausländischer Jugendlicher in zehn Jahren um gut 26

Prozent zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum sank die Ausbildungsquote bei deutschen Jugendlichen um 12 Prozent. Nur knapp 25 Prozent aller Jugendlichen mit einem ausländischen Pass, aber gut 59 Prozent aller deutschen Jugendlichen befinden sich in einer dualen Ausbildung.

 Gründe für diese geringere Beteiligung werden in den Qualifikationsdefiziten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gesehen, die diese aus den allgemein bildenden Schulen mitbringen. Auf der Fachtagung wird der Frage nachgegangen, welchen Beitrag die  Träger der Grundsicherung, aber auch andere Akteure leisten, um Menschen mit Migrationshintergrund die Qualifizierung zu ermöglichen, die Basis für eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit ist. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme sollen in Arbeitsgruppen gemeinsam Handlungsansätze zur verstärkten Qualifizierung identifiziert und weiterentwickelt werden.

Quelle: Pressemeldung der Bundesagentur für Arbeit

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