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Studierendenzahlen weiter rückläufig

Auch im Jahr 2005 setzte sich der Trend fort, dass immer weniger Studienberechtigte tatsächlich ein Studium an der FH oder Uni beginnen. Gründe sind Angst vor Studiengebühren und der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit

Nach einer Studierquote von 73 % in 2002 und 71 % in 2004 ist die Studierfreudigkeit auch unter den Studienberechtigten 2005 mit einer Quote von 69 % erneut leicht rückläufig gewesen. Bezieht man diejenigen Studienberechtigten mit ein, die eine Studienaufnahme "wahrscheinlich" bzw. "alternativ" planen, liegt die Brutto-Studierquote zwischen minimal 69 % und maximal 76 %. Dafür stieg der Anteil derjenigen Studienberechtigten, die direkt nach dem Erwerb der Hochschulreife ins Studium wechselten, gegenüber 2004 deutlich auf 43 %. 2005 immatrikulierten sich also anteilsmäßig mehr Studienberechtigte zum frühest möglichen Zeitpunkt an einer  Hochschule. Dies sind zentrale Ergebnisse des Berichts "Studienberechtigte 2005 - Übergang in Studium, Ausbildung und Beruf" der HIS Hochschul-Informations-System GmbH.

 Zwischen 2004 und 2005 sind ausschließlich die Männer für den Rückgang in der Studierquote verantwortlich: Die Quote der weiblichen Studienberechtigten blieb stabil. Damit liegt die Studierneigung von  Männern und Frauen bei den Studienberechtigten 2005 erstmals auf  gleichem Niveau.

 Zwei Drittel derjenigen Studienberechtigten, die auf die Aufnahme eines Studiums verzichten, begründeten dies mit dem Wunsch, möglichst bald finanziell unabhängig zu sein. Zwei von fünf Befragten  begründeten ihren Verzicht mit stärkerem Interesse an einer
praktischen Tätigkeit. Jede(r) Vierte fühlte sich für den Fall, dass Studiengebühren eingeführt werden, finanziell überfordert.

 Beliebteste Studienrichtungen blieben Wirtschaftswissenschaften  (12 % aller Studienberechtigten) und die Lehramtstudiengänge (10 %). 7 % der Studien- berechtigten haben sich für Maschinenbau entschieden. Elektrotechnik blieb auf dem 2002 erreichten Tiefstand von 2 % - hier ist auch 3 Jahre später keine Trendwende abzulesen.Ebenfalls lediglich 2 % der Studienberechtigten entschieden sich für ein Fach aus dem Bereich Mathematik/Informatik.

Zusammengenommen waren Diplome an Fachhochschulen und Universitäten auch 2005 die am häufigsten angestrebten Hochschulprüfungen. 28 % aller Studienberechtigten haben sich für diese Studiengänge entschieden (12 % an einer Fachhochschule, 16 % an einer Universität). 16 % wählten einen Bachelor-Studiengang (jeweils 8 % an Fachhochschulen und Universitäten). Im Vergleich dazu strebten 2004 lediglich 9 % der SchulabgängerInnen den Bachelor an. Damit haben sich erstmals seit Einführung der konsekutiven Studiengänge ebenso viele Studienberechtigte für einen Bachelor (an Universitäten und Fachhochschulen) wie für ein Universitätsdiplom entschieden.

Die gesamte Publikation steht als PDF-Download kostenlos zur Verfügung unter

http://www.his.de/Service/Publikationen/FH/Pdf/fh-200606.pdf

Quelle: HIS Hochschul-Informations-System GmbH, Pressemitteilung 28.1.2007

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